Digitalisierung in den Kommunen - Der Aufbruch zur Smart City

Den Einstieg in den “2. Kommunalen Innovationstag” gaben badenova-Vorstand Mathias Nikolay, der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn sowie der Breisacher Bürgermeister Oliver Rein. Anschließend berichtete Dr. Peter Zink (Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH) in seinem Impulsvortrag “Der Aufbruch zur Smart City” aus seiner Studie über Potenziale, Entwicklungsstand und Herausforderungen zu Digitalisierungsprozessen im kommunalen Bereich. 


Im Anschluss wurde das Thema in vier parallelen Werkstatt-Gesprächen vertieft. Beim Thema “Potenziale digitaler Schulen” zeigte eine Live-Schaltung zu einer Schule in Rødovre, Dänemark, eindrucksvoll, dass Schulsysteme in Zeiten der Digitalisierung nicht nur die technologische Ausstattung verändern, sondern auch passende Kompetenzen vermitteln sollten. Der hohe Entwicklungsstand in Dänemark wurde später durch einen Impulsvortrag von Generalkonsulin Lina Gandløse Hansen, die auch Direktorin des Innovation Center Denmark ist, noch für weitere Bereiche wie Gesundheit ausgeführt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer*innen direkt mit ihr, inwiefern diese Vorgehensweise auf Deutschland übertragbar ist

 

Im Werkstatt-Gespräch zu smarter Infrastruktur mit dem Titel “Digitalisierung nicht zum Selbstzweck – wie wird die Kommune klimafreundlicher, sicherer, komfortabler und effizienter?” standen vor allem Internet-of-Things sowie Mobilitäts- und Logistiklösungen im Vordergrund. Die Referenten von Siemens Mindsphere, Smart City Solutions und Ibion diskutieren nach ihren Vorträgen mit den Teilnehmer*innen, inwiefern sich ihre Lösungen in die Lebenswelten der Kommunen einfügen lassen.

 

In weiteren Werkstatt-Gesprächen diskutierte Professor Dr. Michael Frey von der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl zum Thema “Digitale Gemeinde” die Beziehungsebene zwischen Verwaltung und ihren Kunden mit den Teilnehmer*innen. Einen lebhaften Austausch zum Thema “Planen und Bauen” begleiteten schließlich die Vertreter des Fraunhofer IAO zusammen mit den Freiburger Start-ups Geospin, Dotscene und Greenventory.

 

Deutlich wurde in allen Workshops, dass das Ausprobieren und Lernen unabdingbar sind, um die Potenziale digitaler Technologien sinnvoll zu heben.

 

Zum Abschluss pointierte Dr. Tobias Bringmann, der Geschäftsführer beim Verband kommunaler Unternehmen e.V. für die Landesgruppe Baden-Württemberg, noch einmal die wesentlichen Erkenntnisse des Tages und stellte insbesondere den Bedarf einer aktiven und bürgerfreundlichen Gestaltung der digitalen Transformation durch die Städte und Gemeinden heraus, um nicht undemokratischen Kräften Vorschub zu leisten.

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